 Stuttgart, 29. Juni 2009 - Im wohlhabenden Land Baden-Württemberg leiden viele Kinder unter Armut: Etwa jedes achte Kind (12
Prozent) unter sieben Jahren lebt von Sozialgeld in so genannten SGB II-Bedarfsgemeinschaften. Diese Kinder gelten damit als
akut armutsgefährdet, wie eine von Caritasverband und Diözesanrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit dem
Caritasverband der Erzdiözese Freiburg in Auftrag gegebene Studie zeigt. Nach der vom Stuttgarter Institut für angewandte
Sozialwissenschaften an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (ifas) erstellten Erhebung "Die Menschen hinter den Zahlen"
nimmt Kinderarmut in noch nicht exakt zu benennendem Umfang auch extreme Formen an. "Lebt eine Familie erst einmal in Armut,
wirkt sie für die Kinder äußerst statisch", sagte der Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Monsignore Wolfgang
Tripp, am Montag in Stuttgart bei der Vorstellung der Studie. Kinder hätten kaum Möglichkeiten, ihre Lage zu verändern und
seien "lebenslang in ihren Entwicklungs- und Teilhabechancen extrem eingeschränkt". So sei bereits mit sechs Jahren "das Leben
für viele gelaufen". Mehr Infos ...
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