|
Suchtkrankenhilfe
|
|
|
Süchtiges Verhalten und Suchtkrankheiten sind eine gesellschaftliche Realität und somit in allen sozialen Schichten und Altersgruppen
zu finden. Im Konsum von Suchtmitteln sehen viele Menschen eine scheinbare Entlastung von persönlichen, familiären und beruflichen
Problemen.
|
|
|
Suchtverhalten nimmt insbesondere bei Kids und Jugendlichen zu: Bereits 12-jährige trinken regelmäßig Alkohol. An Szene-Orten
wie Discos werden 25 Prozent als suchtgefährdet eingestuft und das Einstiegsalter beim Rauchen sinkt weiter: 38 Prozent der
Jugendlichen rauchen sporadisch, die Quote der Raucher(innen) liegt bei 22 Prozent. Versagensängste, Leistungsdruck sowie
fehlende schulische und berufliche Perspektiven fördern den Suchtmittelkonsum und das Risikoverhalten. Die Kooperation von
Suchthilfe und Jugendhilfe ist daher unverzichtbar.
|
|
|
Kinder suchtkranker Eltern stellen eine besonders gefährdete Gruppe dar; sie übernehmen häufig die Verantwortung für die familiäre
Notlage - und entwickeln Schuldgefühle.
|
|
|
Ein weniger bekanntes und eher in der Verborgenheit fortbestehendes Phänomen ist die Sucht im Alter auf Grund von sozialer
Ausgrenzung, Krankheit und Vereinzelung.
|
|
|
Nicht zuletzt Migranten sind häufig von Suchtkrankheit betroffen als Folge einer nicht gelungenen Integration in unsere Gesellschaft. Alarmierend hoch ist nach wie vor die Zahl der jungen Aussiedler unter den Drogentoten. Für die genannten Zielgruppen und ihre Hilfebedarfe hält der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein differenziertes
Hilfesystem bereit: In elf Suchtberatungsstellen beraten, behandeln und unterstützen Fachkräfte Betroffene und bieten niedrigschwellige, d. h.
aufsuchende und projektbezogene Hilfen an. Prävention ist in der Suchthilfe eine zentrale Aufgabe zur Vorbeugung von Suchtverhalten
und Vermeidung von riskantem Konsum.
|
|
|
Im Kreuzbund - der katholischen Selbsthilfe Betroffener - sind mehr als 80 Gruppen organisiert. Erfahrene Frauen und Männer stehen hier
als vertrauensvolle Gesprächspartner(innen) an zahlreichen Standorten in der Diözese zur Verfügung.
|
|
|
Renate Bock Tel.: 07 11/26 33-11 79 E-Mail: bock@caritas-dicvrs.de
|
|