Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V. - Armut und Sozialhilfe

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Armut
Armut fällt in Deutschland nur selten auf.

Caritas - an der Seite der Armen

Armut in einem der reichsten Ländern der Welt? Sie fällt nicht so auf wie in armen Ländern. Arme Menschen in Deutschland sind nicht abgemagert und tragen keine Lumpen. Aber 13 % der Bürger/innen der alten Bundesländer gelten als arm, weil ihr Einkommen weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens ist. Jeder vierte Haushalt ist in seinem Wohlstand bedroht.

Eine der wesentlichen Ursachen von Verarmung ist Arbeitslosigkeit. Keine Arbeit, zu wenig Geld, zu viele Schulden, womöglich keine Wohnung - ein Teufelskreis. Geringe, nicht abgeschlossene schulische und berufliche Ausbildung verstärken dieses Problem. Armut ist überdurchschnittlich weiblich: 25 % der allein erziehenden Frauen sind auf Sozialhilfe angewiesen. Auch von Altersarmut sind Frauen überproportional betroffen. Armut ist aber auch jung: Etwa 1,1 Millionen Kinder leben von Sozialhilfe. Damit ist die Quote unter Kindern doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Bevölkerung.

Durch Arbeitshilfeprojekte bietet die Caritas Menschen eine neue Chance, der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. In Carisatt-Projekten beispielsweise arbeiten einerseits schwer vermittelbare Erwerbslose und Sozialhilfeempfänger, andererseits bieten diese Läden einkommensschwachen Haushalten Waren zu niedrigeren Preisen als im "offiziellen" Handel an.

Die Caritas bietet Hilfen für wohnungslose Menschen zur Milderung dieser Situation sowie zur Rückkehr in ein Leben mit Wohnung, durch Beratungsstellen, Übernachtungsmöglichkeiten, stationäre Einrichtungen oder Betreutes Wohnen.

Infos:
Herbert Jansen, Tel.: 0711/2633-1170, jansen@caritas-dicvrs.de