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Arbeitslosigkeit - ein Problem für uns alle
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| Das Schicksal Arbeitslosigkeit trifft viele. Schnell ist man aus der Gesellschaft raus, verliert außer dem Job auch die Kontakte
zu Kollegen.
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In Baden-Württemberg sind über 350.000 Menschen arbeitslos, ein Viertel davon schon länger als ein Jahr. Arbeitslosigkeit
verschärft den ohnehin harten Auswahlprozess am Arbeitsmarkt und verstärkt die Folgen der Verdrängung von Menschen durch immer
leistungsfähigere Technik. Vor allem weniger gut ausgebildete und ältere Erwerbstätige tun sich schwer. Auch Mütter, die nach
der Kindererziehung wieder in den Beruf wollen. Für diese Menschen erhöht sich mit andauernder Arbeitslosigkeit das Risiko
der Verarmung und sozialen Ausgrenzung.
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Hilfen zur Arbeit und Beschäftigungsförderung der Caritas
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Wer einmal den Boden unter den Füßen verloren hat, kann ein Lied davon singen, wie schwer es ist, wieder auf die Beine zu
kommen. Vor allem, wenn verschiedene Probleme zusammenkommen - Krankheit, Schulden, psycho-soziale Schwierigkeiten, fehlender
Wohnsitz -, ist eine ganzheitliche Hilfe erforderlich. Eine solche Hilfe geht weit über das hinaus, was die Arbeits- und Sozialämter
oder die Hauptfürsorgestelle leisten können.
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Hier setzen die Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Vermittlungsmaßnahmen der Caritas an. Konzipiert für Menschen mit mehrfachen
Vermittlungshemmnissen, die schon länger im Arbeitslosenhilfe- oder Sozialhilfebezug stehen, werden aufbauend auf das integrierte
Hilfesystem der Caritas im Zuge eines gestaffelten Hilfeplans Selbstvertrauen, Zuversicht und die Arbeitsfähigkeit wieder
hergestellt und nach Möglichkeit wieder Zugänge zum Arbeitsmarkt erschlossen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Maßnahmen werden durch die Arbeits- und Sozialämter zugewiesen und finanziert.
Das bedeutet, Anspruch auf solche Maßnahmen hat, wer bei diesen Behörden gemeldet ist.
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In den letzten drei Jahren arbeiteten mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Caritas und anderen kirchlichen Einrichtungen
in 50 solcher Projekte. Sie unterstützten jährlich bis zu 2000 arbeitslose Menschen durch Beschäftigung, Training, Schulung
und begleiteten sie bei der Suche nach Arbeit und einer gesicherten Existenz. Trotz großer Schwankungsbreiten zeichnete sich
in diesem Zeitraum tendenziell eine Erfolgsquote von rund 30% ab.
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Arbeit für Arbeitslose - zum Beispiel im Fairkauf
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Sieben Secondhand-Kaufhäuser in Trägerschaft der Caritas beschaffen über Haushaltsauflösungen und Sachspenden ein vielfältiges
Warensortiment. In den eigenen Werkstätten werden die Produkte umweltgerecht restauriert und in den Fairkauf-Läden preisgünstig
angeboten. In den Fairkauf-Häusern sind mehr als 100 Menschen tätig, darunter zahlreiche Jugendliche ohne Schulabschluss,
ungelernte ältere Arbeitslose und Menschen mit Behinderungen. Und weil hier gearbeitet und gewirtschaftet wird wie in jedem
anderen professionellen Unternehmen, entsteht ein besonders markt- und realitätsnahes Lern- und Übungsfeld. Die Älteren geben
ihre Lebenserfahrungen, Arbeitshaltungen und berufliches Wissen an die jüngeren weiter. Sozialpädagogische Begleitung und
individuell zugeschnittene Hilfepläne schaffen gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration ins Berufsleben.
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Bürgerschaftliches Engagement gegen Arbeitslosigkeit
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Zusätzlich zu dem durch hauptamtliche Sozialarbeiter/innen getragenen Förderangebot werden über die Caritas-Zentren in den
Regionen verschiedene Initiativen organisiert, in denen Ehrenamtliche sich solidarisch für und mit Arbeitslosen zur Verbesserung
ihrer Situation einsetzen. Das mit dem Sozialpreis "Innovatio" ausgezeichnete Patenprojekt in Schwäbisch Gmünd hat zum Ziel,
Frauen und Männer zu finden, die als "Pate" Jugendliche bei der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche unterstützen und sie während
der Ausbildungszeit mit Rat und Tat begleiten.
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Ewald Wietschorke Tel.: 07 11/26 33-15 50 E-Mail: wietschorke@caritas-dicvrs.de
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