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Stuttgart. 2004 stellt die Caritas in Deutschland unter das Schwerpunktthema "Soziale Berufe. Wir sehen uns." Damit will sie
auf den Stellenwert von Berufen im Sozialbereich aufmerksam machen und um mehr Akzeptanz und Wertschätzung dafür werben. Soziale
Berufe erfahren nicht die Wertschätzung, die ihnen gebührt. Auch das Einkommen ist eher gering. Vor allem in den Pflegeberufen
herrscht großer Mangel. Über akuten Nachwuchsmangel klagen auch die Ausbildungsstätten. Die Folgen: Überbelastung, Demotivierung, "Burn out" und Abwanderung. Fachkräfte müssen immer mehr durch Ehrenamtliche oder
durch ungelernte Kräfte ersetzt oder ergänzt werden. Das soziale Ehrenamt darf allerdings nach Meinung der Caritas nicht zu einer "Begleiterscheinung sozialer Berufe" herabgestuft
werden. Die Caritas will mit ihrem Jahresthema junge Menschen für einen sozialen Beruf begeistern. Gleichzeitig soll zur öffentlichen
Diskussion und zum Nachdenken angeregt werden. Es ist aber auch - dies vielleicht sogar zuallererst - ein Denkanstoß, ein kritischer Stachel, eine ermutigende Bestätigung
für das Denken und Handeln in der verbandlichen Caritas selbst. "Soziale Berufe. Wir sehen uns." Dazu will dieses Caritas-Jahresthema einen Beitrag leisten: die gesellschaftliche, aber auch
die innerkirchliche und Caritas-interne Anerkennung sozialer Berufe zu stärken, die der Würde der Person dienen.
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